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Controlling-Seminar in der Ukraine

In der Seminarreihe des Ukrainisch-Bayerischen Management-Trainingszentrum in Odessa fand vom 1. bis 4. Dezember 1999 diesmal ein Kurs zum Thema "Controlling" statt.

Wie schon beim Krisenmanagement-Seminar im November setzte sich Zielgruppe erneut aus Professoren und Dozenten der Region Odessa zusammen. Da die Seminarteilnehmer nicht nur als Wissensvermittler an den Universitäten in und um Odessa arbeiten sondern parallel auch in der Geschäftsführung verschiedener Firmen tätig sind, war das Interesse an einem praxisorientierten Controlling-Ansatz von besonders hohem Interesse.

Inhaltlich beschäftigte sich das Seminar zunächst mit der Definition und Abgrenzung des Controlling. Eine empirische Untersuchung gewährleistete einen praxisnahen und lockeren Einstieg ins Thema mit einer anschließenden Diskussion. Was versteht die Praxis unter Controlling? Was erwartet man von einem guten Controller, waren nur einige der Fragestellungen. Anschließend wurde ein historischer Überblick über die Entwicklung des Controlling gegeben sowie die verschiedenen heute gebräuchlichen Konzeptionen vorgestellt. Nach dem Einstieg konzentrierte sich das Seminar auf den koordinations-orientierten Controlling-Ansatz in dem das Controlling als Teil des Führungssystems des Unternehmens verstanden wird.

Das Seminar wurde in zwei Stufen unterteilt, um die Controlling-Instrumente strukturiert vorzustellen. Der erste Teil beschäftigte sich mit den isolierten Koordinations-Instrumenten des Controlling und ihrer Integration im Unternehmen. Dabei wurde der Schwerpunkt auf fünf Instrumente gelegt, nämlich

  1. Planungs- & Ziel-Instrumente,
  2. Informations-Instrumente,
  3. Kontroll-Instrumente,
  4. Personalführungs-Instrumente sowie
  5. Organisations-Instrumente.

Der zweite Teil des Seminars beschäftigte sich mit den vier übergreifenden Koordinations-Instrumenten,

  1. den zentralistischen Führungssystemen,
  2. Budgetierungssystemen,
  3. Kennzahlen- und Zielssystemen sowie
  4. Verrechnungs- und Lenkungspreissystemen.

Als praxisnaher Beginn wurde der moderne Principal-Agent-Ansatz gewählt und erläutert. Anhand diesem läßt sich vor allem die Bedeutung eines effizienten Controlling-Systems besonders anschaulich und plakativ darstellen. Von Bedeutung war auch den Teilnehmer zu vermitteln, Controlling als einen Teil der Unternehmensführung zu verstehen, das die Organisation und Koordination aller Unternehmensteilsysteme flankiert und unterstützt. Controlling soll einerseits zentral koordinierend im Unternehmen integriert werden, andererseits aber auch dezentral in den einzelnen Bereichen stattfinden um somit einen effizienten und reibungslosen Unternehmensablauf zu gewährleisten. Damit erfüllt das Controlling eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen den zentralen und dezentralen Bereichen eines Unternehmens.

Nun wurden die fünf isolierten Koordinations-Instrumente explizit dargestellt und deren Einbettung im Unternehmen diskutiert. Den Teilnehmern wurden umfangreiche Unterlagen ausgehändigt und eine Vielzahl von Instrumenten für die einzelnen Bereiche vorgestellt. Für die Seminarleitung war es wichtig, daß die Teilnehmer sehr umfangreich und ausführlich informiert werden sollten, so daß sie später im eigenen Geschäftsleben aus einer Kiste mit den diversesten Instrumenten je nach aktuellem Bedarf fischen können.

Von besonderem Interesse für die Teilnehmer war die Präsentation der vier übergreifenden Koordinations-Instrumente. Hier wurde vor allem der Fokus auf das Budgetierungssystem und das Verrechnungs- & Lenkungspreissystem gelegt. Welche Funktionen erfüllen Budgets und welche Formen und Techniken der Budgetvorgabe gibt es, waren einige der Fragen. Die Vor- und Nachteile problemorientierter als auch verfahrensorientierter Techniken wurden besprochen und zu jedem Verfahren ein praxisnahes Beispiel genau durchgesprochen. Beim Thema Verrechnungs- und Lenkungspreise kam abermals der Principal-Agent-Ansatz ins Spiel. Von Interesse war die Frage welche Funktionen Verrechnungspreise erfüllen und vor allem wie man diese generell ermittelt bzw. ableitet um interne wie externe Effekte zu vermeiden. Hier konnten einige anschauliche Beispiele präsentiert werden um die bedeutende Thematik zu veranschaulichen.

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